Ohne Self-Leadership keine Leadership

Die 9 Strategien für erfolgreiche Selbstführung

Ohne Self-Leadership wirst Du niemals wirklich erfolgreich werden. Dieser Artikel zeigt Dir, warum Selbstführung elementar für Deinen Erfolg ist und wie Du Deine Selbstführung verbessern kannst.

Seit einigen Jahren ist Selbstführung für Führungskräfte in aller Munde. Zumindest bei Coaches, Personalentwicklern, Psychologen usw.
Self-Leadership (Deutsch: Selbstführung) ist eine Führungstheorie, die in den 90er Jahren aufkam, deren Wichtigkeit wir allerdings erst in den letzten Jahren so richtig anfangen zu erkennen.

Selbstführung ist der Einfluss, den Menschen auf sich selbst ausüben.

Eine zentrale Rolle nehmen hierbei Führungskräfte ein, da sie als Vorbildfunktion und Spiegelbild ihrer Firma agieren. Eine gute Führungskraft sollte sich selbst sehr gut führen können, bevor sie die Verantwortung für Mitarbeiter übernimmt.
Selbstführung ist ein elementarer Baustein erfolgreicher Führung.

Was ist Selbstführung – was ist es nicht?

Um ein wenig mit dem Wildwuchs aufzuräumen, der unter der Rubrik Selbstführung stattfindet und etwas mehr für Licht ins Dunkle zu bringen habe ich mich entschlossen gemeinsam mit Louisa Bussmann eine Blog-Serie zu diesem Thema zu verfassen.
Louisa Bussmann hat ihre Master-Arbeit zu Self Leadership geschrieben und dazu meinen Online-Kurs “Egoleading® Selbstführung und Selbstmanagement für Führungskräfte” untersucht.

Wer also wissen will, was genau man unter Self Leadership / Selbstführung versteht und wie man sie verbessern kann ist herzlich eingeladen unsere Blogserie zu lesen.

„Leadership is not an outward process; we can and do lead ourselves“ (Charles Manz)

Die drei Strategie-Dimensionen erfolgreicher Selbstführung

Self-Leadership als konkrete Theorie der Führungsforschung baut auf den Arbeiten von Charles C. Manz (1986) auf.
Sie kombiniert verschiedene Ansätze von Motivations- und Selbstregulationstheorien und integriert Konzepte des Selbstmanagements und der Selbstkontrolle.

Daraus entstehen drei Strategiedimensionen:

1. Verhaltensfokussierte Strategien

Verhaltensfokussierte Strategien beziehen sich auf die Reflexion und Steuerung der eigenen Verhaltensmuster. Sie helfen dabei das Arbeitsleben besser zu organisieren und zu steuern. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf der Bewältigung von unangenehmen, aber dennoch notwendigen Aufgaben.

Die verhaltensfokussierten Strategien sind:
Selbstbeobachtung
Selbstzielsetzung
Selbstbelohnung
Selbstbestrafung
Selbsterinnerung

2. Natürliche Belohnungsmuster-Strategien

Bei dieser Strategiedimension geht es primär um die Identifikation von Tätigkeiten und Aufgaben, die für eine Person natürlich belohnend wirken.
Hierfür benötigt es keine äußeren Anreize wie z.B. einen Gehaltsbonus oder der Aufstieg in eine höhere Position. Die Befriedigung liegt in der Aufgabenbewältigung an sich. Und das Schöne ist: Du musst dazu nicht zum Aussteiger werden.

Natürlich belohnende Tätigkeiten gibt es für jeden! Man muss nur herausfinden, worin sie bestehen. Im Arbeitsalltag können das z.B. der Spaß bei Kundengesprächen sein oder die Kreativität in der Vorbereitung einer Präsentation. Eventuell findet das Meeting zur Jahresplanung aber auch an einem Ort der ihnen etwas bedeutet und mit super netten Kollegen statt? Eine angenehme Arbeitsumgebung wirkt nämlich ebenso natürlich belohnend.

3. Konstruktive Gedankenmuster-Strategien

Diese dritte und letzte Dimension hilft Dir, negative Gedankenmuster zu erkennen und sie durch konstruktive und positive Gedanken zu ersetzen.

Denn positive Gedanken sind Schlüssel für effektive Leistung. Die Vorstellung, eine Prüfung erfolgreich zu bestehen erhöht dein Selbstbewusstsein und -vertrauen. Der Gedanke an die Konsequenzen bei Nicht-Bestehen hemmt Deine Motivation und verringert Deine Leistung.
Es geht also darum, sich die Kraft der eigenen Gedanken zu Nutzen zu machen.

Die konstruktiven Gedankenmuster-Strategien bestehen aus folgenden drei Strategien:
Erfolgreiche Leistung imaginieren
Selbstgespräche
Überzeugungen und Sichtweisen bewerten

Grafik zu Self-Leadership Kompetenzen

Self-Leadership Kompetenzen (Grafik von Mareike Adomat)

Ohne Self-Leadership keine Leadership

Self-Leadership ist zugleich Kuchenboden und Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Die erste und zugleich höchste Stufe von Selbstbeeinflussung. Zudem liefert Self-Leadership konkrete Anweisungen was und wie wir uns entwickeln können, um unsere Ziele zu erreichen.

Selbstführung entwickeln bevor es zu spät ist

Meist erkennen Führungskräfte viel zu spät, dass ihnen Self-Leadership fehlt.
Einmal in der Führungsposition ist selten Platz für Persönlichkeitsentwicklung. Führungskräfte müssen funktionieren, Leistung erbringen, schwerwiegende Entscheidungen treffen. Häufig ohne vorher ausreichend oder strukturiert auf diese Verantwortung vorbereitet zu sein.

Tip: So früh wie möglich die eigene Self-Leadership entwickeln!

Oftmals wirkt sich dieser berufliche Stress wiederum auch auf das Wohlbefinden und ihre private Situation aus. Sie sind ausgelaugt, unzufrieden und haben kaum Zeit für sich und die Familie. Ein Teufelskreis entsteht.

Daher empfehle ich bereits früh in der beruflichen Laufbahn die eigene Self-Leadership gezielt zu entwickeln. Self-Leadership ist sehr gut trainierbar.

Du willst wissen wie Du konkret Deine Selbstführung verbessern kannst?

In den folgenden neun Blog-Beiträgen erfährst Du, was die hier genannten einzelnen Strategien konkret bedeuten, wie man sie anwendet und welche positiven Auswirkungen sie auf dein Berufs- und Privatleben haben.

Wenn Du also nicht erst unzählige wissenschaftliche Artikel wälzen willst, um zu erfahren, wie Du zu einem erfolgreicheren und zufriedeneren Ich werden kannst, folge einfach unserer Self-Leadership-Blog-Serie!