Personalauswahl und das neue Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Bei der Bewerberauswahl die richtige Wahl zu treffen fällt schwer und dazu noch die Wahl richtig zu treffen macht es angesichts des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) nicht leichter.
Die angewendeten Verfahren müssen den richtigen Bewerber identifizieren und zudem den rechtlichen Kriterien des AGG genügen, um nicht anfechtbar zu sein.

Auf der sicheren Seite steht das Unternehmen, wenn es sich an die DIN 33430 hält und damit die Gleichbehandlung aller Bewerber und Fairness sicherstellt.
Die Auswahlkriterien, die sich aus der Positionsbeschreibung ableiten lassen, sollten nachvollziehbar und angemessen sein.
Weiterhin müssen stets mehrere Auswahlverfahren kombiniert werden. Hierzu bietet z.B. die Kombination aus Bewerbungsanalyse, Potenzialeinschätzung und qualitativem Interview eine rechtssichere Basis.
Grundsätzlich sollten die beteiligten Berater und Personalentwickler Entscheidungen im Team unter Berücksichtigung aller Ergebnisse und in Ruhe treffen.
Es ist sehr wichtig, dass Sie dem Bewerber kommunizieren, dass es nicht um die allgemeine Eignung für die Position geht, sondern vielmehr um eine bestmögliche Passung der eigenen Leistungsvoraussetzungen mit genau dieser Position.
Vorsicht ist auch in den Rückmeldegesprächen zum Ergebnis des Auswahlverfahrens geboten. Formulieren Sie dieses Gespräch als Einladung und als Dankeschön für den Bewerber. Leider sollten Sie nicht präzise die für Sie ausschlaggebenden Defizite benennen, da Sie dies auf rechtlich dünnes Eis bringen kann. Bleiben Sie bei positiv beschreibenden Formulierungen, auch wenn der Bewerber von einem präziseren oder auch kritischerem Feedback besser profitieren könnte.

Joachim
 

Ich bin Joachim Simon. Meine Mission ist, Unternehmen zu besseren Orten zu machen – und dass Eltern in Deutschland nicht mehr sagen: "Ich will, dass mein Kind einen sicheren Job hat" – sondern, dass sie sagen: "Ich will, dass mein Kind seiner inneren Bestimmung folgt und in dieser Welt etwas sinnvolles bewegt." Ich habe mich vor vielen Jahren aus einem sicheren Konzernjob heraus selbständig gemacht und mich bewusst für das Risiko und die Freiheit des Unternehmertums entschieden. Was ich mag? Ehrliche Dinge wie Bergsteigen, Telemark-Skifahren und Lagerfeuer, meine Familie und unseren Hund. Für Posertum und Bling-Bling habe ich nicht viel übrig. Ich stehe als Familienvater und Unternehmer mitten im Leben und weiß, wie es sich anfühlt, wenn man viele Bälle in der Luft hält. Meine Kompetenz beruht auf Erfahrung in zwei Großkonzernen, einer Unternehmensberatung und über 12 Jahren selbständiger Arbeit mit über 7000 Führungskräften – überwiegend aus dem Mittelstand. Das Buch Selbstverantwortung im Unternehmen geht demnächst in die zweite Auflage. Zudem bin ich Co-Founder der App Mindshine mit über 100.000 Usern und mehr als 1000 positiven Bewertungen bei Apple und Google.

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