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Natürliche Belohnung: Mit diesem Self-Leadership Skill bleibst Du wie von alleine motiviert

“If you love what you do, it doesn't feel like work” (Elon Musk)

Mit diesem Blogpost lernst Du, wie Du Dich geschickt motivieren kannst - und das auch bei Tätigkeiten, die Dir überhaupt keinen Spaß machen!

Extrinsische versus intrinsische Motivation

Es gibt zwei Arten von Belohnungen: Auf der einen Seite gibt es solche, die von außen gesteuert werden. Hierzu zählen Gehaltserhöhungen, Lob, Urlaub, Auszeichnungen etc. Auf der anderen Seite gibt es die natürlichen Belohnungen, die unmittelbar an die zu bewältigende Aufgabe an sich verknüpft sind. Wenn Du z.B. gerne joggen, klettern oder Skifahren gehst, tust Du das wegen der Aktivität an sich. Natürliche Belohnungen steigern die sogenannte intrinsische Motivation. Eine intrinsisch motivierte Person braucht für die Bewältigung ihrer Aufgaben keine externen Anreize. Sie findet die Erfüllung in der Tätigkeit an sich und legt den Fokus auf die angenehmen, genussvollen Aspekte der Aufgabenbewältigung.

Beide Arten beeinflussen unser Verhalten und lassen uns motivierter arbeiten. Die natürliche Belohnung (intrinsische Motivation) ist im Arbeitsleben jedoch oft unterbewertet und wird nicht bewusst eingesetzt.

Im Folgenden werde ich Dir Wege aufzeigen, wie Du Dir Deine natürlichen Belohnungen zum Nutzen machen kannst und dadurch auf Deiner Zielgeraden mehr Zufriedenheit und Motivation erreichst.

Was macht Aktivitäten überhaupt natürlich belohnend? 

Natürliche Belohnungen haben drei zentrale Eigenschaften:
a)Sie erhöhen das Vertrauen in unsere eigene Kompetenz

Aktivitäten an denen wir Freude haben tragen zu unserem Kompetenzgefühl bei. Das Gefühl, in einer Sache gut zu sein, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir sie gerne machen und wirkt somit selbstbelohnend. Die meisten Kinder, die in der Schule gut in Mathe sind, mögen Mathe. Ist jemand sehr gut in einer bestimmten Sportart, mag er/sie diese sehr wahrscheinlich auch. Eine Aktivität macht mehr Spaß, wenn wir unsere Leistung in ihr verbessern.

Externe Belohnungen, wie z.B. Lob und Anerkennung oder Auszeichnungen (Medaillen), fließen oftmals auch in diese Aktivitäten mit ein. Der Fokus liegt dennoch auf der Tätigkeit an sich.

b)Sie begünstigen das Gefühl von Selbstbestimmtheit und -kontrolle

Neben der eigenen Kompetenz spielt das Gefühl von Selbstkontrolle für fast alle Menschen eine wichtige Rolle. Wir wollen selbst die Entscheidungen für unser Leben treffen (z.B. Wohnort, Arbeit etc.). Und auch wenn nicht immer alles kontrollierbar ist, wollen wir nicht, dass solche Entscheidungen von anderen Leuten für uns getroffen werden.
Solche Aktivitäten – seien es private Hobbies oder arbeitsbezogene Aufgaben – die wir uns selbst aussuchen, verstärken unser Gefühl von Selbstbestimmtheit. Im Arbeitsalltag ist dies entweder auf die Aufgabe an sich, die Arbeitsumgebung oder die Aufgabengestaltung bezogen. Ein selbstbestimmtes und selbstkontrolliertes Arbeitsverhalten löst ein Verhaltensmuster in uns aus, durch welches wir aktiv nach Herausforderungen suchen, die wir bewältigen können. Denn die Bewältigung seiner eigens gesetzten Ziele wirkt natürlich belohnend.

c) Sie vermitteln ein Gefühl von Sinnhaftigkeit

Auch wenn uns eine Aktivität kompetent und selbstbestimmt fühlen lässt, können die Effekte einer natürlichen Belohnung durch das Fehlen eines persönlichen Sinns in dieser Tätigkeit gedämpft werden. Betrachtet man das große Ganze, ist Sinn und Bedeutung stets das, wonach wir im Leben streben. Unser Dasein und unser Handeln sollen einen tieferen Wert haben und sich nicht sinnlos anfühlen. Die Midlife-Crisis ist das beste Beispiel hierfür.

Aktivitäten, die für Dich natürlich belohnend sind sollten Dich Kompetent fühlen lassen, Dich Selbstkontrolliert fühlen lassen und sich sinnvoll für dich anfühlen

Wie kannst Du Deine intrinsiche Motivation besser nutzen?

(1)  Mehr natürlich belohnende Aktivitäten mit der unliebsamen Aufgabe kombinieren

Es gibt unzählige Möglichkeiten Deine Aufgaben so zu gestalten, dass sie für Dich angenehmer werden oder sogar Spaß machen. Bist du z.B. eine Führungskraft, die nicht viel von formalen Meetings mit Mitarbeitern hält, kannst Du den Ort oder die Art und Weise wie Du diese abhältst verändern. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Meeting beim Wandern oder die Einteilung in kleinere Gruppen, sodass die Besprechungen Face-to-Face abgehalten werden können. Musst Du jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit pendeln und stehst oftmals länger im Stau, könntest du dir Hörbücher oder Podcasts anhören. Deinen Ideen sind keine Grenzen gesetzt!

(2) Deinen Fokus bewusst auf die natürlich belohnenden Aspekte der Aktivitäten lenken

Die zweite Vorgehensweise richtet sich an “Glas-halb-leer-Denker”. Fokussierst Du Dich überwiegend auf die negativen, unerfreulichen Aspekte Deiner Arbeit, zieht Dich das runter. Um das zu verhindern, kannst Du die belohnenden Aspekte stärker gewichten und Dich selbst dazu entscheiden, Freude an einer Tätigkeit zu haben. 

Meistens haben Arbeitstätigkeiten sowohl eine gute, als auch eine schlechte Seite. Am besten ist es daher, wenn Du Dich während der Aufgabe auf die natürlich belohnenden und nicht die unangenehmen Aspekte konzentrierst. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass Du die Aufgabe analysierst und die positiven Aspekte identifizierst. Musst Du z.B. Deinen Schreibtisch aufräumen, hast aber keine Lust - dann konzentriere Deine Aufmerksamkeit auf die Zukunft und das gute Gefühl, das sich dann einstellen wird. 

Kannst Du insgesamt keinerlei angenehme und erfreuliche Seiten an deiner Arbeit finden, ist es vielleicht an der Zeit, über einen Jobwechsel nachzudenken oder zumindest mit einem guten Freund oder einen Coach darüber zu sprechen.

(3)  Kombiniere natürliche und externe Belohnungen

Als letztes solltest Du die Wechselwirkung zwischen den von außen herangetragenen Belohnungen und den natürlichen Belohnungen beachten. Beide sind für die Steigerung der eigenen Effektivität von Bedeutung und ergänzen sich sehr gut. Nutze äußere Anreize in Situationen, in welchen Du wenig natürliche Belohnungen findest.

Denn alles in allem geht es bei den Self-Leadership-Strategien darum, langfristig zufrieden und erfolgreich zu sein. Dafür muss man auch die unangenehmen Seiten der Arbeit akzeptieren und lernen mit ihnen umzugehen. Orientierst Du Dich an externen Belohnungen, suchst aber trotzdem die natürlich belohnenden Aspekte in Deinen Tätigkeiten, wirst Du die Arbeit an sich mehr genießen können, egal in welchen Situationen. 

In meinem Aufräumbeispiel könntest Du Dir dann als Belohnung eine kalte Cola aufmachen und diese genüsslich in Deinem frisch aufgeräumten Büro trinken. 

Du kannst aktiv Deine Zufriedenheit und damit sogar Deine Gesundheit beeinflussen

Wenn Du Deine Arbeit angenehmer gestaltest, wirkt sich das maßgeblich auf Deine Zufriedenheit und Deinen Erfolg aus. Du kannst sogar Deine Gesundheit damit beeinflussen: Wusstest Du, dass wenn Du von dir behaupten kannst, dass Du Deine Arbeit liebst und gerne machst, Dein Risiko an Herzerkrankungen sinkt? Das ergab eine Studie des Massachusetts Department of Health, Education and Welfare.

Dieser Artikel ist Teil meiner Serie zu Self-Leadership. Die anderen Artikel dazu findest Du hier.

Selbsterinnerung: Ohne dieses Self-Leadership Skill wirst Du Deinen Weg verlieren

In diesem Blogpost lernst Du, was Du tun kannst, um Dich nicht von Deinem Ziel ablenken zu lassen und wie Du Dich wirkungsvoll an Dein Ziel erinnerst.

„Was soll der Edding auf deiner Hand?“

„Er erinnert mich daran, dass ich heute auf jeden Fall noch meine Anzüge aus der Reinigung abholen muss! Ansonsten habe ich für meinen Businesstrip nach Brüssel nichts zum Anziehen.“

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Selbstbelohnung: Der Self-Leadership Skill der es gut mit Dir meint

Frank wohnt in Berlin und arbeitet bei einem großen Automobilhersteller. Ich lerne in bei einem Tourenski-Seminar kennen. In der Vorstellungsrunde erzählt Frank, dass er kürzlich zum Teamleiter befördert wurde. Er wolle sich mit dem Tourenski-Wochenende für die harte Arbeit und das Erreichen seines persönlichen Jahresziels belohnen. Hierfür wählte er eine Sportart, die ihn schon länger reizte, aber bisher die Zeit fehlte.

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Selbstzielsetzung: Der Self-Leadership Skill um Dein Ziel zu definieren

Selbstzielsetzung ist ein wichtiger Teil der 9 Self-Leadership-Kompetenzen. Richtiges Ziele setzen ist die Grundvoraussetzung für das Erreichen Deiner Ziele. Lerne in diesem Artikel wie Du die Selbstzielsetzung für Dich nutzen kannst und welche Fehler du dabei vermeiden solltest.

„If you don’t have a destination, you’ll never get there“
(Harvey McKay, Musiker)

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Selbstführung durch Selbstbeobachtung

Dieses Self-Leadership Skill macht Dich zum Piloten Deines Lebens

Die Welt wandelt sich in vielen Bereichen so drastisch und teilweise exponentiell, dass wir von der Menge an Reizen überfordert sind.
Um uns ein Leben trotz Informationsüberfluss zu ermöglichen, muss das menschliche Gehirn Informationen zu filtern. Dieser Prozess passiert unbewusst und wird durch vergangene Erfahrungen geprägt. Das Gehirn agiert dabei als Schutz vor Überforderung wie ein Autopilot. Du speicherst, verarbeitest und agierst sehr häufig nicht bewusst, sondern quasi automatisch. In vielen alltäglichen Situationen wie Autofahren funktioniert das sehr gut und ist enorm hilfreich.

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