Selbsterinnerung: Ohne dieses Self-Leadership Skill wirst Du Deinen Weg verlieren

In diesem Blogpost lernst Du, was Du tun kannst, um Dich nicht von Deinem Ziel ablenken zu lassen und wie Du Dich wirkungsvoll an Dein Ziel erinnerst.

„Was soll der Edding auf deiner Hand?“

„Er erinnert mich daran, dass ich heute auf jeden Fall noch meine Anzüge aus der Reinigung abholen muss! Ansonsten habe ich für meinen Businesstrip nach Brüssel nichts zum Anziehen.“

Was ist Selbsterinnerung?

Durch Selbsterinnerung lernst Du, wie Du physische Hinweise optimal nutzt, um Dich auf Deine wesentlichen Aufgaben zu fokussieren. Dieses Mal geht es nicht um die interne, bzw. gedankliche Steuerung deines Verhaltens, sondern um externe Erinnerungshilfen.

Insbesondere Managern, die neben ihren eigenen Aufgaben auch noch Mitarbeiter führen und in verschiedenen Projekten arbeiten, fällt es meist nicht leicht, den Überblick zu behalten.

Welche Möglichkeiten zur Selbsterinnerung gibt es?

Der Hinweis aus dem Einleitungsbeispiel würde von manchen Kollegen wohl eher ins Lächerliche gezogen und eventuell auch beim nächsthöheren Chef keinen sonderlichen kompetenten Eindruck hinterlassen. Sollte Dir das egal sein – super! Wenn nicht, stelle ich Dir im Folgenden ein paar alternative Hinweise vor. Denn die Anwendung ähnlicher Methoden kann für die Steigerung der eigenen Produktivität sehr nützlich sein. Du lernst außerdem, wie Du diese Hinweise aktiv in Deinen Arbeitsalltag integrierst.

Die altbewährte To-Do-Liste

Die einfachste Methode, die wahrscheinlich jeder von uns schon einmal benutzt hat, ist die To-Do-Liste. Am Anfang eines Arbeitstages erstellst Du eine Liste mit den Punkten, die Du an diesem Tag erledigen möchtest oder musst. Idealerweise sind diese auch nach Priorität sortiert. Wichtig ist, dass Du diese Liste durchgehend bei Dir hast und wenn nötig immer wieder einen Blick darauf wirfst.

Ich persönlich bin ein Fan von Stift und Papier, weil ich mir schon während des Schreibens die Punkte besser einprägen kann.

Ich persönlich bin ein Fan von Stift und Papier, weil ich mir schon während des Schreibens die Punkte besser einprägen kann.
Im heutigen digitalen Zeitalter gibt es aber auch unzählige Möglichkeiten diese auf dem Smartphone zu erstellen. Bei iOS-Geräten ist die unscheinbare standardmäßig installierte Notizen-App eine sehr gute Lösung.

Die To-Do-Liste hat viele Vorteile: Das Abhaken von Punkten auf der Liste hat eine belohnende und befriedigende Wirkung. Die erfolgreiche Bewältigung einer Aufgabe stärkt zudem das Vertrauen in die eigene Leistung.
Eine simple, aber dennoch sehr effektive Methode!

Materielle Selbst-Erinnerung: Der Knoten im Taschentuch

Darüber hinaus gibt es viele verschiedene Arten von materieller Selbsterinnerung. Das bedeutet, Du wählst einen Gegenstand, der Dich an eine wichtige zu bewältigende Aufgabe erinnert und platzierst ihn an einem Ort, wo Du ihn oft siehst. Z.B. legst Du den Abholschein für die Reinigung direkt auf Deinem Schreibtisch. Somit lenkst Du Deinen Fokus immer wieder auf diese wichtige Aufgabe und kannst Deinen Arbeitsaufwand besser steuern.

Wie bei jeder Self-Leadership-Strategie ist der Knackpunkt die Identifikation der Hinweise, die für Dich persönlich am besten funktionieren und die bewusste Integration in Deinen Arbeitsalltag.

Schritt für Schritt zur effektiven Selbsterinnerung

Die Selbsterinnerung besteht aus zwei zentralen Schritten:

  1. Schritt: Negative Hinweise vermeiden
    Wenn Du unproduktive oder negative Verhaltensweisen beseitigen möchtest, hilft es, die Hinweise zu beseitigen, die Dich zu diesem Verhalten verleiten. Lässt Du dich während der Arbeit zu oft von Deinem Handy ablenken, wäre eine Möglichkeit es während der Arbeitszeit in der Jackentasche in der Garderobe zu lassen. Kannst Du einfach nicht die Finger von Süßem lassen, möchtest aber ein paar Kilos verlieren, ist es besser erst gar nichts davon zuhause zu haben.

Wir sind umgeben von Hinweisen, die uns zu bestimmten Verhaltensweisen verleiten

Wir sind umgeben von Hinweisen, die uns zu bestimmten Verhaltensweisen verleiten, welche wir eigentlich reduzieren möchten. Kannst Du diese identifizieren, ist es ein Leichtes diese Hinweise zu beseitigen oder aber durch andere zu ersetzen.

  1. Schritt: Positive Hinweise verstärken
    Was könntest Du tun, wenn Du täglich zwei Liter Wasser trinken willst, aber es jedes Mal vergisst und Dich dadurch Kopfschmerzen plagen? Z.B. kannst Du eine große Wasserflasche auf Deinem Schreibtisch platzieren und Dir zusätzlich einen Wecker stellen, der Dich halbstündig daran erinnert zu trinken. Es fällt Dir leichter, Dein Verhalten zu ändern und eine Regelmäßigkeit zu entwickeln.

Achte auf Dein Umfeld!

Einen enorm großen Einfluss auf die Beständigkeit unserer Handlungen sind die Kollegen. Je länger wir mit ihnen zusammenarbeiten, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir uns an ihr Verhalten anpassen.

Einen enorm großen Einfluss auf die Beständigkeit unserer Handlungen sind die Kollegen. Je länger wir mit ihnen zusammenarbeiten, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir uns an ihr Verhalten anpassen.

Legt Dir Deine Umgebung ständig Steine in den Weg, kann es sehr mühselig sein Dein Verhalten in eine bestimmte Richtung zu lenken. Umgib Dich also mit Leuten, die die gleichen Vorsätze haben wie Du. Frage Dich, ob ihre Werte und Einstellungen mit Deinen übereinstimmen. Nimm Dir die Menschen zum Vorbild, die sich auf dem gleichen Weg wie Du befinden – oder noch besser – die Dein Ziel bereits erreicht haben.

Nimm Dir die Menschen zum Vorbild, die sich auf dem gleichen Weg wie Du befinden – oder noch besser – die Dein Ziel bereits erreicht haben

Das Unternehmensklima, die Unternehmensphilosophie und das Arbeitsumfeld nehmen daher bei der Etablierung von positiven Hinweisen einen zentralen Stellenwert ein. Suche Dir aktiv ein Umfeld, das Deine Werte teilt und Dich bei der Etablierung Deiner angestrebten Verhaltensweisen unterstützt.

Selbst-Erinnerungs-Cheat-Sheet

  • Nutze materielle Erinnerungen, wie z.B. eine To-Do-Liste, die Dich an wichtige Aufgaben erinnern
  • Identifiziere sowohl solche Hinweise, die unerwünschte Verhaltensweisen auslösen können, als auch solche, die Dich in erwünschten Verhaltensweisen bestärken
  • Beseitige die negativen Hinweise, z.B. Gegenstände, die Dich von deinen Aufgaben abhalten
  • Verstärke die positiven Hinweise
  • Begib Dich in ein Umfeld, das Dich in Deinen Zielen und Verhaltensweisen bestärkt

Viel Erfolg!

Dieser Blogpost ist Teil meiner Serie zu Self-Leadership